 ##  [Impulsbasis](/de/node/50636) 

 Definition

Die Menge der Eigenzustände des Impulsoperators, die eine (typischerweise kontinuierliche) Basis zur Darstellung quantenmechanischer Zustände bilden; Elemente sind durch Impulswerte p beschriftet und erfüllen P|p&gt; = p|p&gt; mit Delta-Normalisierung im Kontinuum.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die Diagonalisierung des Impulsoperators liefert eine Darstellung, in der Translationen multiplikativ durch Phasenfaktoren wirken; Impuls ist der Erzeuger räumlicher Translationen und die Impulsbasis ist durch Fourier-Transformation mit der Ortsbasis verknüpft.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Die Wellenfunktion eines freien Teilchens als Überlagerung ebener Wellen psi(x)=∫ dp phi(p) e^{ipx/ħ}; hier ist phi(p)= die Impulsraum-Wellenfunktion und |p&gt; die Vektoren der Impulsbasis.



 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Impuls-Eigenzustände wie normale L^2-normierbare Zustände zu behandeln oder diskrete Normalisierungskonventionen mit der kontinuierlichen Delta-normalisierten Basis zu verwechseln; für einen Zustand gleichzeitig scharfe Orts- und Impulsmessungen anzunehmen.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Die Impulsbasis vereinfacht Probleme mit Translationssymmetrie und Streuung: Impuls-Eigenzustände diagonalisierten kinetische Terme, machen Impulserhaltung sichtbar und ermöglichen direkte Berechnung von Impulsraumamplituden und Streuquerschnitten.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Ortsbasis ist die inverse Darstellung, verbunden durch Fourier-Transformation; ein Wechsel zur Ortsdarstellung vertauscht die multiplikativen und differentiellen Rollen von Orts- und Impulsoperator.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt natürlich für Systeme mit kontinuierlichen translativen Freiheitsgraden; Anpassungen sind erforderlich bei periodischen Randbedingungen (diskrete Impulse), Gittersystemen (Quasi-Impuls/Bloch) oder bei Minimalkopplung an Eichfelder, die kanonischen und kinetischen Impuls unterscheiden.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Unterscheide kanonische Impulsbasis von Kristall-Quasi-Impuls (Bloch) oder vom kinetischen Impuls in Gegenwart elektromagnetischer Felder; ebenso die formale delta-normalisierte Basis von physikalisch vorbereiteten Wellenpaketen.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Die Impulsbasis ist die fourierkonjugierte Darstellung quantenmechanischer Zustände aus Eigenvektoren des Impulsoperators; sie liefert eine natürliche Beschreibung für translationsinvariante Dynamik, Streuung und Impulsobservable, erfordert aber Sorgfalt bei Normalisierung und Randbedingungen.