 ##  [Auslesefidelität](/de/node/50886) 

 Definition

Die Wahrscheinlichkeit, dass das vom Messapparat erzeugte klassische Ergebnis dem tatsächlichen Quantenzustand oder der gemessenen Eigenzustandsbesetzung entspricht, gemittelt über eine festgelegte Vorbereitungsverteilung.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Auslesefidelität ordnet die Zuverlässigkeit der Abbildung vom Zustandsraum auf die aufgezeichneten klassischen Ergebnisse; sie quantifiziert stochastische Zuordnungsfehler und systematische Verzerrungen im finalen digitalisierten Ergebnis.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein-Qubit-Dispersionsablesung: |0⟩ und |1⟩ viele Male vorbereiten, analoge Signale sammeln, die Zuordnungsregel (Schwellenwert oder Klassifikator) anwenden und den Anteil korrekter Zuordnungen berechnen. Bei 98 % korrekter |0⟩-Zuweisungen und 97 % für |1⟩ wird die Auslesefidelität oft als Durchschnitt 97,5 % angegeben.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Auslesefidelität als Maß für Gate-Performance zu interpretieren oder anzunehmen, dass eine angegebene Auslesefidelität unter anderen Bias-Bedingungen oder Messbasen ohne Recharakterisierung gilt.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Hohe Auslesefidelität verringert Verzerrungen in der Zustands-Tomographie, verbessert die Syndromgewinnung für Fehlerkorrektur und verengt Konfidenzintervalle bei Benchmarking; sie setzt eine untere Grenze für beobachtbare Prozessin-fidelität, wenn die Messung der letzte Schritt ist.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Ausleseunfidelität kehrt die Abbildung um: systematische Fehlzuordnungen oder Randomisierung der Messergebnisse führen dazu, dass die aufgezeichneten Daten von den tatsächlichen Zustandsbelegungen abweichen und kohärente Gate-Fehler verdecken können.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Auslesefidelität bezieht sich speziell auf die Mess- und Zuordnungsstufe (analoges Signal → klassisches Ergebnis) und schließt vorgelagerte Beiträge durch fehlerhafte Zustandvorbereitung oder Gate-Fehler aus, sofern nicht explizit kombiniert; sie ist basis- und betriebspunktabhängig.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Der Begriff steht in Spannung zu verwandten Konzepten wie Messeffizienz, Zuordnungsfehler und QND-Fidelität; eine durchschnittliche Zuordnungsfidelität kann asymmetrische Fehlerquoten (False-Positive vs False-Negative) verbergen, die in vielen Protokollen wichtig sind.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Auslesefidelität misst kurz und bündig, wie zuverlässig ein Detektor einen Quantenzustand unter einer definierten Vorbereitungs- und Zuordnungsprozedur in das korrekte klassische Label umsetzt; es ist eine pragmatische, basisabhängige Kennzahl, die mit Betriebsbedingungen und Fehlerasymmetrien angegeben werden muss.