 ##  [Heisenberg-Modell (Quanten)](/de/node/51284) 

 Definition

Das Heisenberg-Modell (quantisch) ist ein Spin-Hamiltonian der Form H = Σ_{⟨ij⟩} J_{ij} S_i · S_j, der wechselwirkende lokalisierte Quantenspins auf einem Gitter beschreibt, wobei die Austauschkopplungen J_{ij} das Vorzeichen und die Stärke ferro- oder antiferromagnetischer Korrelationen bestimmen.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Austauschwechselwirkungen entstehen aus virtuellen Elektronensprüngen und dem Pauli-Prinzip und führen zu effektiven Kopplungen zwischen lokalen Momenten; Quantenfluktuationen ergeben sich aus der Nichtkommutativität der Spinoperatoren und verändern klassische Ordnungsneigungen besonders bei kleinem Spin oder in niedrigen Dimensionen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Auf einem bipartiten quadratischen Gitter mit antiferromagnetischem nächstnachbarlichen J&gt;0 zeigt das Modell in zwei und drei Dimensionen Néel-Ordnung, während in einer Dimension Quantenfluktuationen Fernordnung zerstören und fraktionalisierte Spinon-Anregungen erzeugen.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Das Heisenberg-Modell auf Situationen anzuwenden, die von itineranter Ladungsdynamik dominiert werden oder keine klare Trennung von Ladungs- und Spinfreiheitsgraden aufweisen, oder starke Spin-Bahn-Anisotropien zu ignorieren, ist eine Fehlanwendung.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Das Modell sagt magnetische Ordnungsmuster, Spinwellenexzitationen und in frustrierten oder klein-S-Systemen quanten-desordnete Phasen wie Spin-Flüssigkeiten vorher; in der großen-S-Grenze werden semiclassische Methoden wie die lineare Spinwellentheorie akkurat.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Itinerante Elektronenbeschreibungen (z. B. Hubbard bei kleinem U) betonen Ladungsfreiheitsgrade und Fermi-Flächen-Physik statt lokalisierter Spins; klassische Ising-Modelle entfernen transversale Quantenfluktuationen und liefern anderes kritisches Verhalten.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt, wenn lokale magnetische Momente gut definiert sind und Ladungsschwankungen gequetscht oder unterdrückt sind, so dass ein Mapping von einem elektronischen Modell möglich ist; nicht anwendbar, wenn Magnetismus intrinsisch itinerant ist ohne lokale Momenttrennung oder wenn starke anisotrope Austausche bzw. Dzyaloshinskii–Moriya-Wechselwirkungen explizit eingeschlossen werden müssen.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Es besteht Spannung zwischen Heisenberg-basierten (lokalisierten Spin-)Beschreibungen und itineranten Magnetismusmodellen; ebenso konkurrieren klassische Spinmodelle mit vollquantigen Behandlungen, in denen Nichtkommutativität und Verschränkung zentral sind.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Das quantische Heisenberg-Modell fasst wechselwirkende lokalisierte Spins durch Austauschkopplungen zusammen und erfasst das Zusammenspiel von Ordnungsneigung und Quantenfluktuation, das konventionellen Magnetismus, Spinexzitationen und exotische quantenmagnetische Phasen hervorbringt.