 ##  [Impulsraum-Wellenfunktion](/de/node/51434) 

 Definition

Die Wellenfunktion, dargestellt in der Impulsbasis, ψ̃(p)=⟨p|ψ⟩, die die komplexe Amplitude angibt, das System mit Impuls p zu finden; ihr Quadratbetrag (bei entsprechender Normierung) ergibt die Impuls‑Wahrscheinlichkeitsdichte.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Impuls‑Eigenzustände bilden eine (verallgemeinerte) vollständige Basis für translationsinvariante Systeme; die Impulsraum‑Wellenfunktion erhält man durch Fourier‑Transformation der Ortswellenfunktion und sie entwickelt sich über Phasen, die durch die Dispersionsrelation festgelegt sind, wenn der Hamiltonoperator im Impulsraum diagonal ist.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Für ein gaußförmiges Ortswellenpaket ψ(x)∝exp(−x^2/4σ_x^2) ist die Impulsraum‑Wellenfunktion gaußförmig ψ̃(p)∝exp(−p^2/4σ_p^2) mit σ_p=ħ/(2σ_x), was die reziproke Breite und die Unschärferelation ΔxΔp≥ħ/2 veranschaulicht. In Streuproblemen liefert ψ̃(p) die einlaufenden Impulsamplituden zur Berechnung von Wirkungsquerschnitten.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

|ψ̃(p)|^2 als klassische Teilchendichte zu interpretieren, ohne die Kontinuumsnormierung (delta‑normalisierte Eigenzustände) zu berücksichtigen, oder Impulsraumformeln unverändert in einer endlichen Box ohne geeignete Diskretisierung zu verwenden.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Ermöglicht unmittelbar Messstatistiken für Impuls, Erwartungswerte ⟨p⟩ und ⟨p^2⟩ zu berechnen und vereinfacht Entwicklung und Streuberechnungen für im Impulsraum diagonale Hamiltonoperatoren; sie macht deutlich, wie Ortslokalisierung die Impulsverteilung verbreitert und umgekehrt.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Die Ortswellenfunktion ψ(x)=⟨x|ψ⟩ ist die inverse Darstellung; während ψ̃(p) Translationssymmetrie und Impulsobservablen betont, fokussiert ψ(x) räumliche Lokalisation und Ortsobservable.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Formal als Funktion in L^2(R^n) für quadratintegrierbare Zustände oder als Distribution für idealisierte Impuls‑Eigenzustände definiert; in Systemen mit periodischen Randbedingungen oder Gitterperiodizität wird die Impulsvariable diskret oder auf die Brillouin‑Zone beschränkt und die Darstellung muss angepasst werden.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Verwirrung besteht oft zwischen Impulsraum‑Wellenfunktionen und Wellenzahl‑Darstellungen (k‑Raum), sowie zwischen Wahrscheinlichkeitsdichten für kontinuierliche Impulse und Normierungen diskreter Impuls Eigenwerte; Konventionen zu 2π und ħ verschärfen Vergleichsprobleme.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Die Impulsraum‑Wellenfunktion ψ̃(p) ist die per Fourier transformierte Amplitude ⟨p|ψ⟩, die den Impulsgehalt eines Quantenzustands kodiert; sie ist das praktische Objekt zur Berechnung von Impulswahrscheinlichkeiten, Erwartungswerten sowie zur Analyse freier Entwicklung und Streuung.