Definition
Die lineare Operation, die einen gemeinsamen Dichteoperator auf dem zusammengesetzten Hilbertraum H_A ⊗ H_B auf einen reduzierten Dichteoperator auf einen Faktor abbildet (z. B. ρ_A = Tr_B(ρ_{AB})), indem über eine Orthonormalbasis des retraceten Untersystems summiert wird; sie verwirft damit unzugängliche Freiheitsgrade und erhält Erwartungswerte lokaler Observablen.
Prinzip
Prinzip
Die partielle Spur ist die eindeutige lineare Abbildung, die Tr_A(X Tr_B(ρ_{AB})) = Tr((X ⊗ I_B) ρ_{AB}) für alle Operatoren X auf dem verbleibenden Untersystem erfüllt und ist bei Spurklasseoperatoren unabhängig von der Basis; sie modelliert Untersystem-Reduktion und das Mittelungs- oder Ignorierungseffekt eines anderen Untersystems.
Demonstration
Demonstration
Für ein maximal verschränktes Qubit-Paar im Zustand |Φ+><Φ+| liefert Tr_B ρ_A = I/2, den maximal gemischten Ein-Qubit-Zustand; lokale Messungen auf A werden dann als Tr(ρ_A A) berechnet.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Partielle Spur auf Operatoren anzuwenden, die nicht auf einem echten Tensorprodukt wirken, oder sie fälschlich durch Summation in einer nicht-orthonormalen Basis auszuführen, ohne Konversion, ergibt fehlerhafte reduzierte Zustände.
Konsequenz
Konsequenz
Die partielle Spur liefert den operativ relevanten reduzierten Zustand für Untersysteme, ermöglicht Berechnung lokaler Erwartungswerte, Entanglement-Maße (über Eigenwerte reduzierter Zustände) und ist grundlegend für die Beschreibung offener Systeme und komplett positive Abbildungen.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umkehr wäre die Rekonstruktion eines gemeinsamen Zustands aus lokalen reduzierten Zuständen, was im Allgemeinen ohne zusätzliche Information unmöglich ist (viele globale Zustände teilen dieselben Ränder).
Abgrenzung
Abgrenzung
Wohl definiert für Spurklasseoperatoren auf einem Tensorprodukt-Hilbertraum; sie rekonstruiert nicht die durch das Tracen verlorenen Korrelationen und kann keine expliziten Modelle von wechselwirkungsinduzierter Dekohärenz oder Messrückwirkung ersetzen.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zur klassischen Marginalisierung: beide verwerfen Information über Korrelationen, doch im quantenmechanischen Fall kann Tracen eines globalen reinen Zustands lokale gemischte Zustände erzeugen wegen Verschränkung, ein grundlegend nicht-klassischer Effekt.
Synthese
Synthese
Die partielle Spur ist die kanonische lineare Projektion vom Dichteoperator eines zusammengesetzten Systems zum reduzierten Dichteoperator eines Untersystems: sie entfernt Freiheitsgrade durch Summation über eine Orthonormalbasis des ausgeschlossenen Faktors und erhält lokale Erwartungswerte, während sie zwangsläufig globale Korrelationsdaten verwirft.