Definition
Eine skalare Potenzialfunktion V(r) im dreidimensionalen Raum, die nur vom Abstand r zu einem festen Ursprung abhängt; sie ist rotationsinvariant und erzeugt Kräfte entlang der radialen Richtung.

Prinzip

Prinzip
Kugelsymmetrie: Die Invarianz unter dem Rotationsgruppe reduziert die Dynamik auf radiales Verhalten bei gleichzeitigem Erhalt des Drehimpulses, was die Trennung der Variablen in Kugelkoordinaten ermöglicht.

Demonstration

Demonstration
Das Coulomb-Potenzial V(r) = -k/r für das Elektron im Wasserstoffatom ist ein Zentralpotential; die Lösung der Schrödingergleichung liefert Energiewerte und Drehimpulsquantenzahlen, die die Rotationssymmetrie widerspiegeln.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Ein Potential, das von den Winkeln abhängt oder anisotrope Terme enthält, fälschlich als Zentralpotential zu behandeln; dies führt zu falschen Vorhersagen über den Erhalt des Drehimpulses und zu nicht existierenden Entartungen.

Konsequenz

Konsequenz
Bei einem Zentralpotential trennt sich die Schrödingergleichung in einen Winkelteil (Kugelflächenfunktionen) und einen radialen Teil, was die Erhaltung von L^2 und L_z sowie charakteristische Entartungen nach sich zieht.

Umkehrung

Umkehrung
Ein nicht-zentrales Potential (mit Winkelabhängigkeit) bricht die Rotationssymmetrie, verhindert die vollständige Trennung in radiale und Winkelgleichungen und hebt in der Regel Entartungen des Drehimpulses auf.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt nur für skalare Potentiale V, die ausschließlich von r abhängen; schließt Vektorpotentiale, ortsabhängige Massen, anisotrope Medien und externe Felder, die Richtungen bevorzugen, aus.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Der Ausdruck 'Zentralpotential' betont die r‑Abhängigkeit (eine skalare Eigenschaft), während 'Zentralfeld' oder 'zentrale Kraft' den radial gerichteten Kraftvektor hervorheben; bei geschwindigkeitsabhängigen Wechselwirkungen entstehen Unterschiede.

Synthese

Synthese
Ein Zentralpotential ist die Klasse sphärisch symmetrischer skalaren Potentiale V(r), deren Rotationsinvarianz die quantendynamik durch Erhalt des Drehimpulses und Entkopplung von Winkel- und Radialbewegung vereinfacht und so die Lösbarkeit und die Spektralstruktur beeinflusst.