Definition
Eine kanonische Darstellung eines beliebigen reinen bipartiten Zustands als Summe orthonormaler Produktterme mit nichtnegativen Koeffizienten: |ψ⟩ = ∑_i √λ_i |u_i⟩|v_i⟩, wobei {λ_i} die Schmidt-Koeffizienten und {|u_i⟩},{|v_i⟩} orthonormale Basen der beiden Teilsysteme sind. Die λ_i sind die Eigenwerte der reduzierten Dichtematrizen.

Prinzip

Prinzip
Die Zerlegung ergibt sich aus der Singulärwertzerlegung der Koeffizientenmatrix oder der spektralen Zerlegung der reduzierten Dichtematrizen; sie diagonalisiert die Korrelationen zwischen Teilsystemen in orthogonale Schmidt-Paare und ordnet Beiträge nach Gewicht.

Demonstration

Demonstration
Für einen Zwei-Qubit-Zustand a|00⟩+b|01⟩+c|10⟩+d|11⟩ berechnet man die Reduktionen, diagonalisiert sie und findet orthonormale {|u_i⟩},{|v_i⟩} und Koeffizienten √λ_i, so dass |ψ⟩ = ∑ √λ_i |u_i⟩|v_i⟩ gilt. Beim Bell-Zustand sind die beiden Koeffizienten gleich 1/√2.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Die Schmidt-Zerlegung auf gemischte Zustände anzuwenden ist ungültig; Schmidt-Vektoren als eindeutig anzusehen ohne Degenerazien zu berücksichtigen, führt zu Fehlschlüssen. Ebenfalls falsch ist der Versuch, eine analoge globale Diagonalisierung für multipartite Zustände zu erzwingen.

Konsequenz

Konsequenz
Die Schmidt-Zerlegung liefert die minimale orthogonale Darstellung eines bipartiten reinen Zustands, bestimmt den Schmidt-Rang und Verschränkungsmaße wie die Entropie und vereinfacht die Analyse lokaler Operationen und der Umwandelbarkeit unter LOCC.

Umkehrung

Umkehrung
In multipartiten Systemen existiert im Allgemeinen keine einzelne Schmidt-Zerlegung für mehr als zwei Parteien; das Erzwingen einer bipartiten Schmidt-Form über beliebige Partitionen zerstört Struktur und Eindeutigkeit.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gültig nur für reine bipartite Zustände; in unendlichdimensionalen Hilberträumen erfordert die Existenz Zählbarkeits- und Quadratintegrabilitätsbedingungen. Entartete Schmidt-Werte machen die Schmidt-Basen nur bis zu unitären Drehungen innerhalb des entarteten Unterraums eindeutig.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Die Schmidt-Zerlegung hängt eng mit der spektralen Zerlegung reduzierter Dichtematrizen und der SVD zusammen; Spannungen entstehen, wenn man Basiseindeutigkeit verwechselt oder das Konzept auf Dichtematrizen anwendet statt auf Zustandsvektoren.

Synthese

Synthese
Die Schmidt-Zerlegung ist die bis auf Entartung eindeutige orthogonale Produktbasis-Expansion eines bipartiten reinen Zustands, die die nichtverschwindenden Korrelationsgewichte (Schmidt-Koeffizienten) exponiert und ein kompaktes Werkzeug zur Quantifizierung und Bearbeitung von Verschränkung bietet.