Definition
Die Phasenbeziehung, die auf Wellenfunktionen bei Gittertranslationen in einem periodischen System angewendet wird, üblicherweise geschrieben ψ(r+R)=e^{i k·R} ψ(r), welche die Bloch-Periodizität erzwingt und den Kristallimpuls k definiert.

Prinzip

Prinzip
Translative Symmetrie impliziert, dass Eigenzustände sich unter primitiven Gittertranslationen durch eine unitäre Phase transformieren; das Aufzwingen dieser Phasenbeziehung als Randbedingung reduziert das globale Problem auf zelllokale Eigenprobleme parametrisiert durch k.

Demonstration

Demonstration
In einem planewave-Code implementiert man Bloch-Randbedingungen, indem man Koeffizienten von Basisfunktionen beim Überschreiten der Einheitszellgrenzen mit e^{i k·R} multipliziert; so wird die Periodizität von ψ bis auf die Bloch-Phase erzwungen und H(k) korrekt erzeugt.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Naive periodische Randbedingungen mit k=0 für ein System mit Vektorpotential anzuwenden, ohne Peierls-Phasen oder eine gaugereinheitliche Verdrehung zu implementieren, bricht physikalische Invarianten und liefert falsche Spektren.

Konsequenz

Konsequenz
Definiert die Brillouin-Zone, Kristallimpuls-Quantenzahlen und erlaubt die Band-Kennzeichnung sowie k-aufgelöste Antwortfunktionen; stellt sicher, dass berechnete Eigenzustände die Gittersymmetrie respektieren und Bloch'sches Theorem erfüllen.

Umkehrung

Umkehrung
Offene, reflektierende oder harte Wand-Randbedingungen brechen die Translationsinvarianz und liefern diskrete stehende Modi und oberflächenlokalisierte Zustände statt Bloch-Bändern; diese Umkehr ist für endliche oder Oberflächenprobleme erforderlich.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt nur, wenn der Hamiltonoperator mit Gittertranslationen kommutiert (oder mit einem magnetischen Translationsoperator bei vorhandenem einheitlichem Feld); schließt Grenzen aus, die Translation explizit brechen, Störungen jenseits der Kohärenzlänge und inkommensurables Modulieren.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Es entsteht Spannung zwischen der Wahl von Bloch-(verdrehten) Randbedingungen zur Ausnutzung der Periodizität und dem Gebrauch großer Superzellen mit expliziten Defekten oder Oberflächen; die Wahl beeinflusst, ob Impuls eine gute Quantenzahl ist und wie endliche Größeneffekte auftreten.

Synthese

Synthese
Die Bloch-Theorem-Randbedingung ist die Vorschrift ψ(r+R)=e^{i k·R}ψ(r), mit der man die Gittertranslationssymmetrie in Berechnungen erzwingt; sie ist eine entscheidende Modellwahl, die konsistent mit Eichung, Symmetrie und der physikalischen Beschaffenheit der Ränder sein muss.