Definition
Die nichtnegative Funktion ρ(x,t)=|ψ(x,t)|^2, die die Wahrscheinlichkeit pro Volumeneinheit angibt, ein Quantenteilchen zur Position x und Zeit t im Ortsraum zu finden; allgemein die Diagonale eines Dichtungsoperators in einer gewählten Basis.
Prinzip
Prinzip
Bornsche Regel: Der Betragquadrat der Wellenfunktion (oder das diagonale Matrixelement des Dichtungsoperators) liefert Wahrscheinlichkeiten für Messergebnisse in der zugehörigen Basis.
Demonstration
Demonstration
Für ein durch ψ(x,t) beschriebenes Teilchen ist die Wahrscheinlichkeit, es in Gebiet R zu finden, P(R,t)=∫_R |ψ(x,t)|^2 dx. Beispiel: Bei einer normierten Gaußkurve mit Zentrum x0 und Breite σ beträgt die Wahrscheinlichkeit innerhalb ±σ ungefähr erf(1/√2)≈0,68.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
ψ(x,t) selbst als Wahrscheinlichkeit zu deuten oder |ψ|^2 für inkompatible Observablen zu verwenden (z. B. Ortsdichte als Impulsdichte zu behandeln ohne Zustandsumrechnung) führt zu falschen Ergebnissen; negative Werte für ρ sind nicht zulässig.
Konsequenz
Konsequenz
Die Wahrscheinlichkeitsdichte ermöglicht Rechnung von Erwartungswerten, Varianzen und Übergangswahrscheinlichkeiten; die Normierung von ρ stellt sicher, dass die Wahrscheinlichkeiten zu eins aufsummiert werden und stützt statistische Vorhersagen.
Umkehrung
Umkehrung
Das komplementäre Konzept ist die Wahrscheinlichkeitsamplitude ψ: während ρ reell und nichtnegativ ist, trägt ψ die Phaseninformation, die für Ströme und Interferenz notwendig ist; Vernachlässigung dieser Information verliert dynamische Details.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt für Ortsmessungen und diagonale Elemente von Dichtungsoperatoren in beliebigen orthonormierten Basen; schließt quasawahrscheinlichkeiten (z. B. Wigner-Funktion), die negativ sein können, und distributionelle Objekte, die keine echten Wahrscheinlichkeitsdichten sind, aus.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen der direkt messbaren Wahrscheinlichkeitsdichte und formalen Dichten aus verallgemeinerten Eigenzuständen oder Distributionen; auch Spannung zwischen Ensemble-Interpretation (Frequenz) und Einzelfall-Perspektive.
Synthese
Synthese
Die Wahrscheinlichkeitsdichte ist die Bornschen Regel folgende Abbildung von Quantenzuständen in reelle nichtnegative Dichten in einer Basis: sie liefert messbare Wahrscheinlichkeiten, muss für kontinuierliche Spektren angemessen interpretiert werden und ergänzt die Amplitude, welche Phase und Interferenz enthält.